KDH – Kunst im Deutzer Hafen

Der Deutzer Hafen ist eines der wichtigsten Entwicklungsgebiete Kölns in den nächsten Jahren, und das Stadtentwicklungsprojekt steht für neues Stück Köln als Zukunftsort.
Geplant ist, das Areal zu untersuchen und Konzepte für partizipative, intervenierende und performative (Medien-)Projekte zu entwickeln. Zum einen sollen damit vier markante Orte/Gebäude des Areals als Erinnerungsorte bewahrt und als Wissensspeicher bespielt/inszeniert werden. Zum anderen soll damit ein Kunstraum/Vermittlungsort initiiert werden, der über die Zwischennutzung hinaus nachhaltig wirken kann, indem KünstlerkollegInnen und BürgerInnen aktiv in die spätere Umsetzung der Projekte eingebunden werden.

Es geht darum, die Geschichten des Areals aufzuspüren, sichtbar zu machen und in Erinnerung zu halten, sie zu einem Gesamtkonzept zu verbinden und weiterzuentwickeln. Verwendung, (Wieder-)Verwertung und Erschaffung von Neuem aus Altem bilden dabei den „roten Faden“ für die künstlerische und kuratorische Narration.

Meinem bald beginnenden Arbeitsvorhaben liegt folgendes Konzept zugrunde: für die Ellmühle eine szenische Licht-Installation vor der Holzhalle zu entwickeln; für die Holzhalle eine performative Ausstellung; für die Alfred-Schütte-Allee eine Ufer-Szenografie und für den historischen Brückenkran eine Performance (Wertstoff-Défilé).

Die Projekte verstehen sich als Interventionen für und mit den BürgerInnen und damit auch für und mit dem jeweiligen Ort: als künstlerische Mittel für das Ausloten und Sichtbarmachen von urbanen und soziokulturellen Entwicklungspotentialen.