About

In einem Spannungsfeld zwischen dem szenischen und elektronischen Medium konzipiere ich künstlerisch-mediale, räumliche Inszenierungen für Oper-, Musik- und Tanztheaterprojekte und für Event, Live-Kommunikation und Ausstellung.

In der „elektronischen Szenografie“ geht es um die sinnliche Verquickung des Bühnenraums mit Reproduktions- und Simulationstechniken – vom Lumièreschen Kinematographen bis zur virtuellen Realität. Es entstehen Szenarien aus vermischen Wirklichkeiten („mixed realities“): die „Bühne“ als interaktive, dynamische Schnittstelle zwischen Bild, Raum und Zeit, Theater und Kino…

Die Idee ist, Videoprojektionen nicht als Flächen, sondern als mediale (Bild-)Räume zu verstehen, die sich mit realen Raumbildern verschachteln. Das besondere Interesse gilt dabei der Nutzung von Echtzeit-Technologien (motion-tracking): Die Bühne ist kein Bild, sondern die Gestalt des Raums entsteht erst durch den Dialog und die Bewegungen der Akteure oder Zuschauer.
Eine Umschreibung für Szenografie führt über das Wort selbst, das sich aus dem Griechischen kommend aus skené (Hütte, Zelt) und graphein (schreiben) zusammensetzt. Darin verkörpert sich ein In-Szene-setzen, das seinen Ort und seine Zeit erst sucht und nicht schon hat: szenografische Räume zeichnen sich durch Handlung und Aktion aus.

Durch meine Ausbildung in Wien, Köln, Paris, Hamburg und Kiel bedeutet szenografisches Entwerfen für mich Medienkonvergenz im Sinne von Schnittstellenbildung: der Raum als Zwischenraum. Dabei geht es um interdisziplinäre Zusamnmenarbeit mit RegisseurInnen, flache Hierarchien im Arbeitsprozeß, Intermedialität und genreübergreifende Rezeptions-/ Anwendungsformen.